Die Bewertung von nicht wachsenden Unternehmen kann recht einfach über das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) erfolgen. Dabei teilt man den aktuellen Aktienkurs durch den Jahresgewinn je Aktie. Das Ergebnis ist eine Dauer in Jahren. Diese gibt an, wie lange das Unternehmen benötigt, um Gewinne in Höhe des Aktienkurses zu erwirtschaften.

Oft wir dabei die Schreibweise „KGV2019“ verwendet. Diese gibt an, dass zur Berechnung des KGV die Gewinne des Geschäftsjahres 2019 verwendet wurden.

Stagnierende Unternehmen

Bei Unternehmen mit stagnierenden Gewinnen sollte das KGV bezogen auf die erwarteten Unternehmensgewinne des aktuellen, d.h. noch nicht abgeschlossenen, Geschäftsjahres verwendet werden. Denn entscheidend für die Entwicklung des Aktienkurses sind immer die zukünftigen, nicht die vergangenen Gewinne.

Zyklische Unternehmen

Bei Unternehmen, deren Gewinne stark schwanken können (zyklische Unternehmen), sollte nicht nur der aktuelle Jahresgewinn, sondern der durchschnittliche Gewinn der letzten 10 Jahre verwendet werden. Dadurch glättet man die Gewinnschwankungen über einen ganzen Wirtschaftszyklus.

Wichtig ist, zyklische Unternehmen nur am Ende von konjunkturell schlechten Jahren zu kaufen, denn nur dann sind die Kurse niedrig und bieten Steigerungspotential. Auf keinen Fall nach einem mehrjährigen Boom, denn dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Boom wieder vorbei ist und die Kurse einbrechen.

Weiter zur Bewertung von Wachstumsunternehmen.