Was sind gute Kriterien für eine Geldanlage?

Die Kriterien für eine geeignete Geldanlange hängen grundsätzlich von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen der Anlagezeitraum, die angestrebte Rendite und die akzeptierte Schwankungsbreite. Dieser Blog fokussiert sich auf die langfristige Geldanlage, bei der der Anlagezeitraum mindestens 20 Jahre beträgt. Bei diesem Zeitraum ist die Antwort erstaunlich einfach: Aktien und sonst nichts.

Warum Aktien?

Zur Begründung, warum Aktien allen anderen Anlageformen klar überlegen sind, kann man ganze Bücher schreiben, und genau das haben natürlich viele auch schon gemacht. Die Ergebnisse sind eindeutig: in mehreren Jahrhunderten Finanzmarktgeschichte waren Aktien bei dem o.g. Anlagezeitraum immer die Anlageform mit der bei weitem höchsten Rendite. Und, was viele überraschen wird: es war praktisch unmöglich, bei einem Anlagezeitraum von 20 Jahren mit einem gut gestreuten Portfolio einen Verlust zu erzielen. Besonders diesen Punkt kann man gar nicht genug betonen, da ja viele Leute Aktien für sehr risikoreich halten und Angst vor Verlusten haben. Doch das ist tatsächlich Unsinn und zeigt eigentlich nur die geringe finanzielle und wirtschaftliche Bildung, die in Deutschland leider vorherrscht. Man kennt sich nicht aus, und daher werden plakative Dinge wie die in den Medien täglich berichteten Kursschwankungen als unkalkuierbares Risiko angesehen. Wenn man etwas nicht versteht und keinen Einfluss darauf hat, ist es irgendwie unheimlich und beängstigend. Doch Unkenntnis und die daraus resultierende Angst vor dem Unbekannten verstellen die Sicht auf die wahre Natur dieser genialen Möglichkeit, sein Geld buchstäblich für sich arbeiten zu lassen. Denn der Käufer einer Aktie ist nichts anderes als Miteigentümer eines Unternehmens, in dem Leute arbeiten und damit einen Mehrwert erwirtschaften. Meistens jedenfalls. Wenn man das einmal verinnerlicht, erkennt man schnell, dass tägliche Kursschwankungen für die langfristige Geldanlage in Akien so unwichtig sind wie das Wackeln des Schwanzes für den Hund. In den seltensten Fällen ist ein Hund bisher durch seinen Schwanz aus dem Gleichgewicht geraten. Mit den Unternehmen verhält es sich nicht anders.

Die Tabelle unten stellt die wichtigsten Möglichkeiten dar, sein Geld zu investieren (sog. Anlageklassen). Man sieht daran, dass Aktien bei weitem die beste Anlageklasse darstellen. Und warum sollte man sich mit dem Zweitbesten zufrieden geben, wenn man auch das Beste haben kann? Ob man dabei besser auf ein Portfolio aus Einzelwerten  oder auf Aktien-ETFs setzt, hängt von den persönlichen Gegebenheiten ab.

GeldanlageSicherheit GrundkapitalSicherheit GeldentwertungRenditestaatliche Förderunggeringe KostenGesamturteil
Spar-Produktehochniedrigniedrigneinjaschlecht
Riester-Rentehochniedrigmitteljajamittel
private
Rentenversicherung - mit Garantiezins
hochniedrigniedrigneinneinschlecht
private
Rentenversicherung - fondsgebunden
mittelhochniedrigneinneinschlecht
Anleihenmittelniedrigniedrigneinjaschlecht
Aktienmittelhochhochneinjagut
Immobilienmittelhochmitteljaneinmittel
Attraktivität verschiedener Asset-Klassen im Jahr 2018