Was ist eine gute Rentenversicherung?

Eine gute Rentenversicherung sollte bei den wichtigsten Kriterien keine Kompromisse eingehen. Dazu zählt die Sicherheit des eingesetzten Kapitals, eine attraktive Rendite und eine flexible Verfügbarkeit. Denn niemand kann im Voraus wissen, in welchem Lebensalter das Kapital benötigt wird, aus dem die Rente gespeist werden soll.

Die gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist die einzige Rentenversicherung, die tatsächlich eine Versicherung im engeren Sinne darstellt. Denn bei einer Versicherung geht es darum, gegen die Zahlung von regelmäßigen Beiträgen ein Risiko abzusichern, welches dann entweder eintritt oder nicht. Tritt es ein, so zahlt der Versicherer – hoffentlich – den vereinbarten Betrag aus. Tritt es nicht ein, erfolgt keinerlei Auszahlung, die eingezahlten Beiträge sind dann verloren.

So funktioniert es bei der gesetzlichen Rentenversicherung tatsächlich. Das versicherte „Risiko“ ist das Erreichen des Renteneintrittsalters. Wer es nicht erreicht, erhält auch keine Rentenzahlungen, egal wieviel Rentenbeiträge er oder sie vorher eingezahlt hat.

Die wichtigsten Eigenschaften der gesetzlichen Rentenversicherung findest Du hier.

Private Rentenversicherungen

Private Rentenversicherungen sind dagegen keine Versicherung im engeren Sinne, sondern eine Form der Geldanlage. Die Beiträge dienen nicht dazu, ein Risiko abzusichern, das vielleicht eintritt, vielleicht nicht. Stattdessen sind die Beiträge Sparbeiträge, die – hoffentlich – gewinnbringend angelegt und zu einem späteren Zeitpunkt in jedem Fall ausgezahlt werden. Sei es an den Versicherungsnehmer oder an die Erben. Es ist also nichts anderes als eine Geldanlage über einen längeren Zeitraum. Das gilt auch für staatlich geförderte private Rentenversicherungen wie z.B. die Riester-Rente.

Warum Du keine private Rentenversicherung brauchst, erfährst Du in diesem Artikel.

Do-it-yourself Rentenversicherung

Wer die Nachteile der gesetzlichen und der privaten Rentenversicherung vermeiden möchte, hat eine dritte Möglichkeit, und zwar eine geniale: Die Investition in Unternehmen, d.h. Aktien. Genial ist sie, weil sie viele Vorteile bietet und nur wenige Nachteile aufweist:

  • Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung stellt die Investition in Aktien keine Risiko-Versicherung, sondern eine Form der Geldanlage dar. D.h. die erworbenen Aktien bleiben in jedem Fall in vollem Umfang erhalten, selbst falls der Aktien-Investor das Rentenalter nicht oder nur kurz erleben sollte. In diesem Fall profitieren immerhin die Erben.
  • Im Gegensatz zur privaten Rentenversicherung sind die Kosten für ein Aktiendepot inzwischen sehr gering. Für einen Aktienkauf fallen heutzutage einmalige Kosten in einer Größenordnung von ca. 10€ pro Aktie an, für ein Portfolio mit 30 Aktien also etwa 300€. Für börsengehandelte Indexfonds (ETFs), die viele Einzelaktien bündeln, gilt normalerweise der gleiche einmalige Preis, d.h. hier kommt man sogar mit insgesamt 10€ aus. Bei ETFs kommen im Gegensatz zu Einzelaktien jedoch jährliche Kosten von ca. 0,5% pro Jahr hinzu, je 1.000€ Anlagesumme also 5€ pro Jahr.
  • Die Rendite ist bei der Investition in Aktien im Durchschnitt weitaus höher als bei den anderen Arten der Rentenversicherung.

Wie auch Du den Schritt zur Do-it-yourself Rentenversicherung schaffst, erfährst Du hier.