Über die Frage, welche der 3 wichtigsten Aktien-Anlageformen die bessere ist, wird häufig emotionsgeladen gestritten. Ob man lieber in handverlesene Einzelaktien, in Aktien-ETFs oder Aktien-wikifolios investieren sollte, ist fast schon zu einer Glaubensfrage geworden. Glauben ist jedoch nur nötig, solange man die Dinge nicht klar analysieren kann. Wir sind der Ansicht, dass eine klare Analyse in diesem Fall möglich und eine hitzige Glaubensdebatte daher unnötig ist.

Mit den folgenden 2 Grundfragen kann man die Entscheidung zwischen den Anlageformen treffen:

1. Aktiv oder passiv?

Die erste Frage bezieht sich darauf, ob ein aktives Aktien-Management die Kosten, die es verursacht, rechtfertigt. Mit aktivem Management ist dabei die Auswahl und Gewichtung der im Portfolio enthaltenen Aktien im Zeitverlauf anhand von selbst definierten Kriterien gemeint (im besseren Fall). Im schlechteren Fall kann dies auch bedeuten, dass ein Portfolio-Manager bzw. wikifolio-Trader nach willkürlichem Gutdünken, Emotionen oder der aktuellen Nachrichtenlage handelt, was dann im Normalfall zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen führt…

Eine passive Anlageform wie ETFs meint im Gegensatz dazu eine Aufteilung der investierten Beträge nach Marktwert. D.h. die aktuell größten (wertvollsten) Unternehmen werden auch am höchsten gewichtet. So haben z.B. die weltweit 5 größten Unternehmen (Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon und Facebook) derzeit im Welt-Aktienindex „MSCI World“ einen Anteil von insgesamt 9,8% (Stand 31.10.2019). Ein ETF auf diesen Index beinhaltet diese Unternehmen mit der gleichen Gewichtung. Als Anleger macht man sich darum keinerlei Gedanken – man investiert einfach in den ETF und verwendet keine Zeit auf die Analyse und Gewichtung der darin enthaltenen Unternehmen. Dementsprechend spart man sich mit ETFs die Zeit bzw. das Geld für eine solche Analyse.

Mittels ETFs lässt sich bei vernachlässigbaren Kosten (ca. 0,5% pro Jahr) eine durchschnittliche Rendite von 8% im Jahr erzielen. Die Gretchenfrage ist nun, ob das Management der eigenen Aktien bzw. das wikifolio eine deutlich höhere Rendite bringen würde. Das ist keinesfalls sicher: Im Gegenteil erzielen die meisten Privatanleger und auch professionelle Fondsmanager eine geringere Rendite. Das sollte man sich bewusst machen, bevor man in eine aktiv gemanagte Anlageform investiert. wikifolios bieten die Möglichkeit, transparent zu vergleichen, welche Fondsmanager (wikifolio-Trader) in der Vergangenheit die höchsten Renditen bei möglichst geringem Risiko erzielt haben. In diese Top-wikifolios kann man dann sein Geld zielgerichtet investieren. Stand Anfang 2020 haben die besten wikifolios nach Abzug der Kosten ca. 30% Rendite pro Jahr über mehrere Jahre hinweg erzielt. Diese deutliche Überrendite im Vergleich zu den durchschnittlichen 8% von ETFs kann sich sehen lassen.

2. Selber machen oder machen lassen?

Für diejenigen, die auf eine aktiv gemanagte Anlageform setzen möchten, stellt sich dann die Frage, ob sich der Zeitaufwand für das Management eines eigenen Portfolios lohnt, oder ob man nicht besser in ein Top-wikifolio investiert. Dazu 2 Punkte:

1. Wer in Einzelaktien investiert, muss einen Großteil der Arbeit, die sonst ein wikifolio-Trader erledigen würde, selbst übernehmen. Das bedeutet insbesondere eine zeitaufwändige Analyse und Auswahl der Unternehmen. Darüber hinaus müssen permanent Entscheidungen über die Zeitpunkte und Beträge von Käufen und Verkäufen getroffen werden. Das gelingt nur, wenn man sich ein durchdachtes Bewertungssystem entwickelt hat, an dem man diese Entscheidungen ausrichten kann. Und das beste System nützt auch nur dann etwas, wenn es mit korrekten Basisinformationen gefüttert wird. Dazu braucht es neben soliden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen der Kennzahlen eines Unternehmens vor allem ein vertieftes Verständnis für die  Märkte, in denen sich die Unternehmen bewegen. Alles in allem ist das ein Fulltime-Job für Experten mit einer entsprechenden (Aus-)Bildung, und der lohnt sich bestenfalls dann, wenn entsprechend viel Kapital zum Investieren zur Verfügung steht.

2. In aller Regel wird man die Erfahrung machen, dass man mit seinem selbst gemanagten Portfolio nicht einmal ansatzweise in die Nähe der Performance der Top-wikifolios kommt. Warum also die viele Zeit investieren, wenn man am Ende auch noch deutlich schlechter abschneidet?

Fazit

Wir sind der Ansicht, dass alle 3 Formen des Investierens in Unternehmen grundsätzlich sinnvoll sind und ihre Berechtigung haben. Es kommt einfach auf die konkreten Gegebenheiten des Investors an. Je mehr Zeit zur Unternehmensanalyse zur Verfügung steht und je höher der zu investierende Betrag ist, desto eher wird man sich auf Einzelunternehmen fokussieren. Wer dagegen neben einem Vollzeitjob und Familie nur sehr wenig Zeit übrig hat und / oder nur einen geringen Betrag investieren möchte, der wird sich eher ETFs oder wikifolios zuwenden, je nachdem ob man eine passive oder eine aktiv gemanagte Anlage bevorzugt.

 EinzelaktienwikifoliosETFs
Zeitaufwandhochgeringsehr gering
Managementaktivaktivpassiv
Vergleich der Aktien-Anlageformen anhand von Zeitaufwand und Art des Managements

Im folgenden Artikel findest Du die Eigenschaften der Aktien-Anlageformen im Detail.